«Weisst du noch?»: Jubilarinnen und Jubilaren bei der GWG

Wer seit 30, 40, 50 oder 60 Jahren bei der GWG wohnt, wird zur Jubilarenfeier eingeladen und erhält einen Dank für die langjährige Treue. Die Bilder gibt es in der Galerie.

Die Jubilarinnen und Jubilaren haben gemeinsam, dass sie einen Grossteil ihres Lebens bei der GWG gewohnt haben. Doch wie war das Leben vor 50 Jahren bei der GWG? Lesen Sie hier, was zwei Jubilarinnen, die mit Ivan Pellegrino, Lernender bei der GWG, gesprochen haben, erzählt haben.

GESPRÄCH MIT JOLANDA ODERMATT, GWG-SIEDLUNG NIEDERFELD
GWG: Wie sind Sie zu einer GWG-Wohnung gekommen?
Ich bin ganz in der Nähe, in der Hardau aufgewachsen. Am Anfang haben wir immer über diese neuen Blöcke – unser Niederfeld – geschimpft, weil es rundherum erst nur Felder gab. Schlussendlich sind wir selbst in einen dieser Blöcke eingezogen! Als erstes zogen wir in eine 3.5-Zimmer- Wohnung. Nach ein paar Jahren bekamen wir Familienzuwachs, brauchten mehr Platz und meldeten uns bei der GWG für eine grössere Wohnung an. Schon nach kurzer Zeit konnten wir in eine 5.5-Zimmer-Wohnung einziehen. Damals waren diese Wohnungen noch nicht so beliebt wie heute.

Wie war das Leben bei der GWG früher?
In der Nachbarschaft hatten wir immer viele Freundschaften. Ich habe heute noch Kontakt mit ehemaligen Nachbarinnen und Nachbarn. Heutzutage ist es ein bisschen anders, man sieht immer wieder neue Menschen und kennt nicht mehr alle. Früher lud man die Nachbarinnen und Nachbarn zum Kennenlernkaffee ein, wenn man neu in die Siedlung zog.

Was wünschen Sie sich für die nächsten Jahre bei der GWG?
Ich wünsche mir, dass es weiterhin mit der Nachbarschaft so gut geht wie bisher und es so friedlich bleibt wie jetzt. Und in einem anderen Leben wünsche ich mir eine grosse Küche, das war immer mein Traum gewesen! Man kann eben nicht alles haben.

GESPRÄCH MIT DANIELA IMHOF, GWG-SIEDLUNG MATTENBACH
GWG: Wie sind Sie zu einer GWG Wohnung gekommen?
Meine erste Wohnung bei der GWG war im Mattenbach. Als ich noch in der 1. Sekundarschule war, zog ich mit meinen Eltern und meiner Schwester in eine Wohnung im Mattenbach ein. Nach meiner Ausbildung bin ich nach Brütten gezogen. Ein paar Jahre später musste ich wegen Eigenbedarf umziehen und konnte ins Grüzefeld in eine GWG-Wohnung einziehen. Doch nach drei Jahren musste ich schon wieder ausziehen, weil die Wohnung subventioniert war. Anschliessend fragte mein Vater die GWG, ob es eine andere freie Wohnung hätte.

Wir bekamen mitgeteilt, dass es eine freie Wohnung im Mattenbach gäbe, die niemand wollte. Die Wohnung hatte damals eine alte Küche und viele Türen, darum war sie so unbeliebt. Doch für mich passte diese Wohnung und seitdem wohne ich wieder im Mattenbach.

Erinnern Sie sich noch an die erste Zeit bei der GWG?
Ja, ich kann mich noch erinnern. Genau an meinem Zügeltag funktionierte der Lift nicht und wir mussten alles in den 7. Stock im Grüzefeld tragen. Ich war für kurze Zeit ein bisschen wütend, aber schlussendlich funktionierte der Lift schnell wieder. Für das Zügeln haben wir nicht viel länger als normal gebraucht, da wir bereits die kleinen Sachen hochgetragen hatten. Sobald der Lift wieder ging, haben wir auch noch den Rest hinaufgebracht.

Was hat sich während den Jahren im Mattenbach verändert?
Als ich damals eingezogen bin, musste man sich noch an den Unterhaltsarbeiten beteiligen. Zum Beispiel musste ich im Herbst das Laub sammeln, im Winter den Schnee schaufeln oder Salz streuen und im Sommer draussen wischen. Das Treppenhaus musste ich alle 14 Tage putzen. Das war manchmal schon mühsam. Dafür hatte ich eine schöne und günstige Wohnung. Was ich manchmal vermisse, sind die Siedlungsfeste von früher. Da kam immer ein grosses Gemeinschaftsgefühl auf