Hürden abbauen – aber wie?
Inserate auf Wohnungsplattformen und interne Schulungen: über kleine Massnahmen, die helfen, dass verschiedene Personen eine Chance auf eine GWG-Wohnung haben.
Wer bekommt sie – und wer bekommt sie nicht: Soziale Nachhaltigkeit beginnt bei der GWG mit der Vermietung unserer Wohnungen. Darum überprüften wir vor einiger Zeit, ob und wo es bei unserer Vermietungspraxis zu Benachteiligungen von bestimmten Personengruppen kommen kann. Die Auswertung zeigte: In unserem Vermietungsablauf steckt bereits viel Denkarbeit, und er wurde in den letzten Jahren immer wieder optimiert. Trotzdem haben wir Anknüpfungspunkte gefunden, wo wir uns weiter verbessern können.
Gezielt Hürden abbauen
Vor allem am Anfang des langen Wegs bis zu einem Mietvertrag gibt es viele Hürden. Wohnungssuchende müssen zum Beispiel überhaupt wissen, dass es die GWG gibt, und verstehen, wie unsere Vermietung funktioniert. Hier haben wir mittlerweile zwei Massnahmen
umgesetzt:
- Wohnungsinserate
Wir veröffentlichen neu ein paar Mal im Jahr ein Wohnungsinserat auf einer Wohnungsplattform. Was im ersten Moment widersprüchlich tönt – wir erhalten ja bereits sehr viele Bewerbungen pro Wohnung – macht aus Fairnessgründen Sinn. So erfahren auch Menschen von uns, welche die GWG oder Genossenschaften bisher nicht kannten und daher keinen Zugang zu unseren Wohnungen hatten. - Überarbeitete Website
Unsere Texte sind heute einfacher verständlich, und der Vermietungsablauf wird visuell erklärt. Die Website lässt sich automatisch in viele Sprachen übersetzen. Zudem haben verschiedene Personengruppen getestet, ob sie die Informationen finden, die sie suchen. Das alles hilft, dass möglichst viele Menschen nach einem Website-Besuch wissen, wie sie an der Auslosung für einen Besichtigungstermin teilnehmen können.
Zusätzlich unterstützen wir – wie bisher – Personen mit Sprachbarrieren, ohne Internetzugang oder mit anderen Herausforderungen persönlich an unserem Empfang.
Reden über Diskriminierung
Auch später im Vermietungsablauf kann es zu Benachteiligungen kommen – etwa beim Entscheid, mit wem die GWG einen Mietvertrag abschliessen möchte. Um diese Entscheidungen so fair wie möglich zu treffen, arbeitet die GWG seit Langem mit objektiven Kriterien. Und Entscheidungen werden immer von mindestens zwei Personen getroffen.
Ergänzend haben wir beschlossen, dass sich das Geschäftsstellenteam mit dem Thema Diskriminierung auseinandersetzen will. Ende 2025 haben wir darum an einer Teamveranstaltung eine Einführung zum Thema gemacht.