Warmwasser, der Energiefresser?
Rund ein Drittel der Heizenergie in einer Liegenschaft fliesst in die Erwärmung von Wasser. Bei der GWG setzen wir uns deshalb mit der Frage auseinander, wie Warmwasser gespart werden kann. Mit ein paar einfachen Tricks können Sie dabei mithelfen.
Bewohner:innen der Schweiz verbrauchen im Haushalt täglich 140 Liter Wasser, davon sind 50 Liter Warmwasser. Duschen und Baden fällt dabei am stärksten ins Gewicht: Eine normale Duschbrause verbraucht etwa 15 Liter pro Minute. In fünf Minuten duschen sind so schon 75 Liter weg. Ein Vollbad braucht sogar 150 bis 180 Liter. Zur Einordnung: Die Energie einer zehnminütigen Dusche reicht aus, um ein Smartphone ein ganzes Jahr lang zu laden.
Was die GWG bereits tut
Die GWG hat 2022 in allen Liegenschaften die Boilertemperatur von 60 auf 50 Grad reduziert. Das spart Energie, ohne dass die Bewohner:innen viel davon merken. Damit das Wasser hygienisch einwandfrei bleibt, erhitzt eine sogenannte Legionellenschaltung das Wasser regelmässig auf eine hohe Temperatur. Das tötet die Bakterien ab.
Mit Eco-Armaturen nicht unnötig warmes Wasser brauchen
Bei Neubauten und Sanierungen setzt die GWG zudem auf Eco-Armaturen in Badezimmern. Bei herkömmlichen Wasserhähnen fliesst kaltes Wasser, wenn der Mischhebel links ist, und auf der rechten Position warmes Wasser. Ist der Hebel in der Mitte, fliesst also lauwarmes oder fast kaltes Wasser, was unnötig warmes Wasser verbraucht. Bei Eco-Armaturen ist diese sogenannte Mittelstellung dagegen auf kalt eingestellt, sodass kein Warmwasser verschwendet wird, wenn man es gar nicht braucht.
Erhitzung so klimafreundliche wie möglich
Neben den Anstrengungen, weniger warmes Wasser zu verbrauchen, setzt die GWG bei der Erhitzung auf möglichst klimafreundliche Mittel. Drei Viertel des bei der GWG genutzten Warmwassers wird bereits durch sogenannte nicht-fossile Energieträger oder Fernwärme aus der Kehrrichtverwertungsanlage erwärmt. Mehr zum Thema Fernwärme lesen Sie im Artikel auf Seite 18. Fragen zum Thema? Thomas Ellenbroek gibt gerne Auskunft: 052 245 13 76, thomas.ellenbroek@gwg.ch.
Drei Tipps für den Alltag
- Kürzer und kälter duschen
Jede Minute weniger spart wertvolles Warmwasser. Wer keine Uhr in die Dusche nehmen will, lässt einen möglichst kurzen Lieblingssong laufen und probiert, vor der Schlussnote aus der Dusche zu springen. Eine kältere Dusche regt den Kreislauf an und ist erst noch gut fürs Klima. - Wenn immer möglich kalt:
Zähneputzen und Händewaschen Für viele alltägliche Aufgaben – z. B. Zähneputzen, kurzes Händewaschen oder Gemüse abspülen – reicht kaltes Wasser völlig aus. Drehen Sie den Hahn nur dann auf warm, wenn Sie es wirklich brauchen. Zum Beispiel bei stark verschmutzten Händen. - Waschmaschine clever nutzen
Auch Textilwaschmittel funktionieren schon bei tiefen Temperaturen: Für normale Alltagswäsche reichen 30 Grad. Zudem sollten Vorwaschprogramme möglichst vermieden werden. Behandeln Sie stark verschmutzte Kleidung am besten vor dem Waschen mit Gallseife und kaltem Wasser vor.