Originelle Grundrisse für Familien und viel Platz für Velos

Die GWG wird ein Grundstück in der Nähe von Winterthur mit 13 Reihenhäusern bebauen. Wie kam die GWG zum passenden Architekturprojekt? Und wie geht es jetzt weiter?

Gundetswil ist ein Ortsteil von Wiesendangen, ganz in der Nähe von Winterthur aber auch unmittelbar an der Grenze zum Kanton Thurgau. Dort schrieb die Gemeinde am östlichen Ortseingang ein unbebautes Grundstück im Baurecht für 80 Jahre aus. Die GWG erhielt 2025 erfreulicherweise den Zuschlag. Das Land befindet sich in einem Einfamilienhausquartier, in unmittelbarer Nähe zur Primarschule und bietet eine wunderschöne Sicht auf die Thurebene.

Architekt:innen für ein Reihenhausprojekt gesucht

Weil sich Reihenhäuser in den Siedlungen Flarzett (Elsau) und Orenberg (Ossingen) bewährt haben, setzten wir auch in Gundetswil auf diesen Haustyp. Die Familiensiedlung soll aus 4.5- und 5.5-Zimmer-Reihenhäusern bestehen und das Grundstück optimal ausnützen. Um das beste Projekt für den Ort zu finden, luden wir drei Architekturbüros aus Winterthur ein, an einem Architekturwettbewerb mitzumachen. Mit dem Wettbewerb wurde ein Projekt mit hoher architektonischer und ökologischer Qualität gesucht, das mit praktischen und kompakten Grundrissen ein vielseitiges Familienleben ermöglicht. Die drei Büros reichten ihre Projekte anonym ein. Die Jury, bestehend aus drei Vorstandsmitgliedern, vier Mitarbeiter:innen der Geschäftsstelle und Bettina Huber, der heutigen Gemeindepräsidentin von Wiesendangen, hatte dann die Qual der Wahl.

Das Modell des Siegerprojekts wurde am Jurierungstag detailliert von der Jury unter die Lupe genommen. Bild: GWG

Spannende Grundrisse und beste Aussichten

Im einem sorgfältigen Auswahlprozess entschied sich die Jury schlussendlich für das Projekt «zur Föhre» des Architekturbüros Marazzi Reinhardt. Das Siegerprojekt überzeugt durch eine sorgfältige Einbettung der Reihenhäuser in die Umgebung. Die 13 Häuser haben spannende Grundrisse mit Zimmern, die rund um das Treppenhaus höhenversetzt angeordnet sind. Auf der einen Seite haben sie grosszügige Fenster mit einer schönen Weitsicht auf die Thurebene. Auf der anderen Seite bestechen sie mit schönen, privaten Aussenräumen und einem kleinen Garten.

Die dreizehn Reihenhäuser werden sich passend in die Gundetswiler Landschaft einfügen. Bild: Marazzi Reinhardt

Keine Tiefgarage, aber sehr viel Platz für Velos

Damit das Wohnen bezahlbar wird, aber auch aus ökologischen Gründen, entschied die GWG, dass die Siedlung keine Tiefgarage haben soll. Die Autoparkplätze stehen im Aussenraum. Zum Parkieren von Velos gibt es viel Platz im Keller und draussen. Das siedlungseigene Carsharing-Auto kann unkompliziert genutzt werden, um die Kinder in die Sportstunde zu bringen oder den Wocheneinkauf zu machen. So ist es möglich, mit weniger Autos auszukommen. Durch den Verzicht auf eine Tiefgarage kann zudem viel CO2 eingespart werden.

Die Zimmer der Reihenhäuser sind rund ums Treppenhaus angeordnet. Bild: Marazzi Reinhardt

Es geht schnell voran

In den kommenden Monaten wird das Bauprojekt gemeinsam mit den Architekt:innen ausgearbeitet. Sobald die Bewilligung vorliegt, beginnen die Bauarbeiten. Und wenn alles läuft, wie geplant, können Ende 2028 bereits die ersten Bewohner:innen in Gundetswil ihre Zügelkisten auspacken.